Promotionsstipendium
Ein Förderprogramm für Masterabsolvent:innen von Hochschulen
Mit dem EKSH-Promotionsstipendium werden seit 2013 herausragende Hochschulabsolvent:innen mit Master-Abschluss gefördert, die an einer Hochschule in Schleswig-Holstein auf dem Gebiet Energie und Klimaschutz ein Forschungsprojekt bearbeiten und promovieren wollen. Die Forschungsarbeit muss das Ziel unterstützen, energiebedingte Emissionen in den Bereichen Wärme, Strom und Mobilität zu verringern und soll einen Bezug zum Land Schleswig-Holstein haben. Förderfähig sind anwendungsorientierte, technisch ausgerichtete Arbeiten sowie ökonomisch-sozialwissenschaftliche Themen.
Pro Jahr gibt es ein bis zwei Bewerbungsrunden für neue Stipendien. Über die Auswahl der Stipendiat:innen entscheidet die Geschäftsführung der EKSH nach Empfehlung einer fachkompetenten Jury.
Nächster Antragsstichtag: 1. Juli 2026
- ausschließlich für einjährige Anschlussvorhaben zur Fertigstellung einer bereits laufenden Promotion -
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eksh.org
Jähriges Treffen der EKSH-
Promotionsstipendiat:innen
Unterstützung für Forschungsnachwuchs
Insgesamt sind bereits 30 Stipendien vergeben worden: 21 Forschungsprojekte sind schon abgeschlossen; an neun weiteren Promotionsvorhaben wird derzeit von den Geförderten gearbeitet. Dabei möchte die EKSH nicht nur finanzielle Unterstützung bieten, sondern die Stipendiatinnen und Stipendiaten auch miteinander bekannt machen und auf die Zeit nach der Promotion vorbereiten. Deshalb veranstaltet die EKSH jährlich das Promotionsstipendiaten-Treffen und lädt in diesem Rahmen alle aktuell geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten ein. Weiterlesen.
Die EKSH-Promotionsstipendien im Überblick
Forschungsthema - Stipendiat/in - Betreuer/in (blau: neu, grün: laufend, grau: abgeschlossen)
Förderzeitraum: 2026-28
Kontakt:
Projektbeschreibung: Ziel ist die Entwicklung eines hybriden photocatalytischen Luftfiltersystems, das auf halbleiterbasierten Photokatalysatoren und porösen Netzwerken beruht und in der Lage ist, Luftschadstoffe und Krankheitserreger aktiv abzubauen. Das Projekt verfolgt die Intention, die Luftqualität in Innenräumen bei gleichzeitiger Energieeffizienz zu verbessern und adressiert damit sowohl ökologische als auch gesundheitliche Herausforderungen. Dieses Projekt hat das Potenzial, skalierbare, wartungsarme Lösungen für Krankenhäuser, öffentliche Gebäude und andere Hochrisikoumgebungen bereitzustellen und so sowohl gesellschaftliche Wirkung als auch wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn zu erzielen.
Förderzeitraum: 2026-28
Kontakt:
Projektbeschreibung: Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines integrierten Frameworks für Batterie-Energiespeichersysteme, das physikalisch genaue Modellierung mit robuster Zustandsregelung kombiniert. Dazu werden reduzierte, recheneffiziente Modelle erstellt, die Degradationsprozesse präzise auf Systemebene abbilden. Aufbauend darauf sollen skalierbare Echtzeitverfahren zur Zustandsbestimmung und Zellbalancierung entwickelt werden. Schließlich wird eine intelligente, cloud-gestützte Optimierungsstrategie implementiert, um Betrieb, Lebensdauer und Effizienz des Gesamtsystems zu verbessern.
Förderzeitraum: 2025-28
Kontakt:
Projektbeschreibung: Ziel dieses Promotionsvorhabens ist es, eine fundierte Forschungsgrundlage für die Entwicklung einer vielseitigen und zugleich zielgerichteten Palette an Unterrichtsmaterialien zum Thema Energiespeicher und Erneuerbare Energien zu schaffen und umzusetzen. Im Mittelpunkt steht dabei sowohl die differenzierte Förderung von Interessen an verschiedenen Berufsfeldern im Bereich der Erneuerbaren Energien, Nachhaltigkeit und Energiespeicherung als auch die Stärkung des persönlichen Engagements der Lernenden. Durch ein mehrstufiges fachdidaktisches Forschungsdesign sollen grundlegende Erkenntnisse sowie Wirkstudien gewonnen werden, die zur iterativen Weiterentwicklung bestehender und neuer Bildungsmaterialien beitragen. Dabei werden insbesondere die Potenziale einer flächendeckenden Anwendung in Schleswig-Holstein berücksichtigt.
Förderzeitraum: 2025-28
Kontakt:
Projektbeschreibung: Ziel ist die Entwicklung neuartiger polymerbasierter Beschichtungen, die Selbstreinigung, Anti-Eisbildung und optische Transparenz kombinieren, um die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer von Solarmodulen zu steigern. Durch die Optimierung der Oberflächeneigenschaften sollen Betriebskosten gesenkt und die Energieausbeute erhöht werden. Die entwickelten Lösungen sollen zudem auf neue Photovoltaik-Technologien übertragbar sein und einen Beitrag zu einer nachhaltigen, zuverlässigen Energieversorgung leisten.
Förderzeitraum: 2024-25
Kontakt:
Projektbeschreibung: Multiterminale Gleichstromnetze (MTDC) stellen eine Schlüsseltechnologie der Energieübertragung dar. Im Mittelpunkt der MTDC stehen Multilevel-Stromrichter (MMC) zur effizienten Hochspannungsumwandlung. Ihre moduare Bauweise und inhärente Zuverlässigkeit machen sie ideal für Netzanwendungen im Bereich der erneuerbaren Energien sowie für grenzüberschreitende Stromtrassen. Herkömmliche MMCs bringen aber, aufgrund ihrer Komplexität gepaart mit hohen Anforderungen, Herausforderungen im technischen und wirtschaftlichen Bereich mit sich. Diesen Herausforderungen möchte die Dissertation von Herrn Norouztamar mit der Entwicklung hybrider modularer Multilevel Konverter begegnen. Diese könnten Leistung und Ausfallsicherheit erhöhen und gleichzeitig durch günstigere Bauteile die Wirtschaftlichkeit verbessern.
Förderzeitraum: 2023-26
Kontakt: tim.weishaupt@uni-flensburg.de
Projektbeschreibung: Das geplante Dissertationsvorhaben befasst sich mit dem Arbeitsmarkt in nachhaltigen Energietransformationen. Die Beschleunigung der Energiewende wird insbesondere durch fehlende Fachkräfte sowie unzureichendes Wissen über den Forschungsbereich „Energiewende und Gesellschaft“ als system- und technologieübergreifendes Querschnittsthema behindert. Durch die Kombination von Erkenntnissen zu verschiedenen Aspekten der Energiesystemtransformation, des Arbeitsmarktes, und individuellen Karrierewegen untersucht diese Dissertation, welche Barrieren es bei der Integration internationaler Fachkräfte gibt, was die Karrierewege von Hochschulabsolvent*innen „grüner Studiengänge“ in Schleswig-Holstein unterscheidet sowie welche Berufe, Qualifikationen und Bildungsmöglichkeiten für den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft in Schleswig-Holstein notwendig sind. Die interdisziplinären und praxisnahen Ergebnisse und daraus resultierenden Handlungsempfehlungen tragen dazu bei, den Austausch der Akteure in Schleswig-Holstein kontinuierlich voranzutreiben.
FAQ
In der Regel wird ein EKSH-Promotionsstipendium für max. drei Jahre gewährt. Das monatliche Stipendium beträgt 1.500 Euro.
Für Promotionsstudierende, die im Rahmen eines von der EKSH geförderten FuE-Projektes mit maximal zwei Jahren Laufzeit beschäftigt sind, besteht die Möglichkeit eines Anschlussstipendiums für das dritte Jahr. Der Fördersatz beträgt ebenfalls 1.500 Euro monatlich.
Das Stipendium begründet kein Arbeitsverhältnis und stellt kein Entgelt im Sinne des § 14 SGB IV dar und ist deshalb nach § 3 Nr. 44 EStG steuerfrei. Für die Kranken- und Sozialversicherung muss der Stipendiat oder die Stipendiatin selbst sorgen.
Das EKSH-Promotionsstipendium setzt voraus, dass keine weiteren Stipendien bezogen oder sozialversicherungspflichtige Einkünfte erzielt werden. Verdienste durch wissenschaftliche Tätigkeiten sind hingegen möglich, dürfen jedoch die Zuverdienstgrenze von 6000 Euro brutto pro Jahr nicht überschreiten.
Die Sachmittel von insgesamt bis zu 4.500 Euro bei einem dreijährigen Stipendium dürfen für Informationstechnologien (IT) und Fachliteratur genutzt werden, die im Zusammenhang mit der Dissertation anfallen. Die Ausgaben sind jeweils nach einem Jahr und zum Abschluss des Stipendiums formlos nachzuweisen.
Für Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wird eine Kinderzulage gezahlt. Für das erste Kind wird ein Betrag von monatlich 400 Euro und für jedes weitere Kind ein Betrag von monatlich 100 Euro gewährt.