Förderprogramm „HWT Energie und Klimaschutz“

Ziel des Programms „HWT Energie und Klimaschutz“ ist die Förderung der Zusammenarbeit von Hochschulwissenschaftlern mit Unternehmen. Gefördert werden können Projekte, in denen eine für das Land Schleswig-Holstein relevante Fragestellung zu den Themen Energieproduktion und Klimaschutz, Energieverbrauch und Energieeffizienz oder Energieversorgung und Energiewirtschaft bearbeitet wird. Antragsberechtigt sind Hochschulen des Landes Schleswig-Holstein.

Es besteht die Möglichkeit, für eine Antragsvorbereitung eine "Kleinförderung" in Höhe von max. 5 T€ pro Vorhaben zu erhalten. Anträge hierfür sind formlos an die EKSH-Geschäftsführung zu stellen.

Seit 2012 wurden 47 Projekte bewilligt.

Ausschreibung und Formulare im Bereich Förderung   FAQ


Überblick über alle HWT-Projekte

Bewilligt Thema Hochschule / Antragsteller Laufzeit bis
2020 Optimierung und Langzeiterprobung eines Mittelspannungsnetzanalysators FH Kiel, Prof. Hinrichs (mit Prof. Liserre, CAU Kiel) 2022
COMBINATION (COmprehensive MoBility INtegrATION) FH Kiel, Profes. Hardiman und Eckardt 2022
Funktionalisierte Farbstoffe aus Mikroalgen für Solarzellen TH Lübeck, Profes. Buczek und Elbing 2022
2019 Assistenzsystem für die energieeffiziente Bedienung von Werkzeugmaschinen FH Kiel, Prof. Mattes 2021
Modularer Polygonturm für Windenergieanlagen FH Kiel, Prof. Keindorf 2021
Klimagerechte Schifffahrt in Schleswig-Holstein - KlimaSchiffSH Uni Flensburg, Prof. Hohmeyer 2021
Ableitung von Erfahrungswerten für FUNDEX Pfähle als Gründungselemente für Freileitungsmasten TH Lübeck, Prof. Lüking 2021
Solarthermisch gestützte Nah- und Fernwärmeversorgung als Baustein der sektorengekoppelten Wärmewende in Schleswig-Holstein HS Flensburg, Prof. Tuschy 2021
Energieeffiziente Energieversorgung Klinikum Flensburg HS Flensburg, Prof. Volta 2021
Doppelt Schnell Doppelt Sicher CAU Kiel, Prof. Liserre 2021
Diagnosesystem für Batterien zur Beurteilung der Einsatzfähigkeit für die Startfähigkeit und den Betrieb von Spezial- und Sonderfahrzeugen FH Kiel, Prof. Weber 2021
2018 Steigerung der Energieeffizienz bei Getreideanlagen durch nachhaltige Prozessoptimierung bei Trocknung und Lagerung FH Kiel, Prof. Reckleben 2020
Digitale Transformation von Energieversorgungs-unternehmen: Die Rolle der Mitarbeiter im Wandel CAU Kiel, Prof. Schultz 2020
Nutzung von Meiereiabwässern zur internen Substitution von Brennstoffen HS Flensburg, Prof. Born Projektbericht
Nutzerzentrierte Potenzialsteigerung von E-CarSharing in Schleswig-Holstein (E.CarSHare+) Uni Lübeck, Prof. Franke 2021
2017 Nutzerzentriertes Reichweitenmanagement Elektrobusse Uni Lübeck, Prof. Franke Projektbericht
Entwicklung eines Energiemanagementsystems unter Berücksichtigung reg. Erzeugungsanlage HS Flensburg, Prof. Saiju 2020
Gierwinkelfehler bei Windenergieanlagen HS Flensburg, Prof. Faber 2020
Wärmeplan Schleswig-Holstein Uni Flensburg, Prof. Möller Projektbericht
Hydropneumatisches Schwungradspeichersystem HS Flensburg, Prof. Jauch 2019
Batteriemanagement für Systeme mit hoher Leistungsdichte und langer Nutzungsdauer FH Kiel, Prof. Weber Projektbericht
Entwässerung von Biomasse mit max. Energieeffizienz FH Kiel, Prof. Weychardt 2019
2016 Aerodynamischer Handschuh FH Kiel, Prof. Schaffarczyk Projektbericht
Windenergie-Mittelspannungs-Umrichter HS Flensburg, Prof. Hinrichsen Projektbericht
Elektrizitätsnetzgekoppelte Fernwärmeversorgung 2020 HS Flensburg, Prof. Tuschy Projektbericht
2015 Energiemanagement für stationäre Energiespeichersysteme FH Kiel, Prof. Weber Projektbericht
DFZ-Analytik zur Überwachung der Energieeffizienz CAU/UKSH, Prof. Fickenscher Projektbericht
Cross Innovation in der Energiewirtschaft CAU Kiel, Prof. Schultz Projektbericht
Bereitstellung von Regelleistung/Systemträgheit mit WEA HS Flensburg, Prof. Jauch Projektbericht
SymHEMS – SmartGrid@Home Uni Lübeck, Prof. Leucker Projektbericht
Sub-Sea-Modul zur Daten- und Energieübertragung FH Kiel, Prof. Badri-Höher Projektbericht
Zwei Windkraftgeneratoren an einem Umrichter FH Kiel, Prof. Schümann Projektbericht
Optimierung des Life-Cycle-Managements von WEA FH Kiel, Prof. Lüssem Projektbericht
2014 Structural Health Monitoring für WEA HS Flensburg, Prof. Faber Projektbericht
Robustere WEA und leistungselektronische Komponenten CAU Kiel, Prof. Liserre Projektbericht
Open Source Energie-Modell Schleswig-Holstein Uni Flensburg, Prof. Hohmeyer Projektbericht
Abgasemissionen von Großmotoren in Schiffen FH Kiel, Prof. Lebert Projektbericht
Stärkeschaum auf Fahrsilos FH Kiel, Prof. Reckleben Projektbericht
2013 Druckluftspeicherkraftwerk Schleswig-Holstein HS Flensburg, Prof. Tuschy Projektbericht
WEA-Rotorblätter aus Holz statt aus Glasfaser HS Flensburg, Prof. Faber Projektbericht
Optimierte Fahrplanprognose für die Energiebeschaffung TH Lübeck, Prof. Bruce-Boye Projektbericht
Intelligente WEA-Regelung HS Flensburg, Prof. Jauch Projektbericht
Energieeffizienter Stahlrohrturm für WEA HS Flensburg, Prof. Faber Projektbericht
Induktive Ladeverfahren für E-Fahrzeuge CAU Kiel, Prof. Fuchs Projektbericht
Zentralisiertes Lithium-Speicher-Monitoring Uni Lübeck, Prof. Leucker Projektbericht
Kleinwindkraftanlagen CAU Kiel, Prof. Fuchs Projektbericht
Kolküberwachung für Offshore-WEA FH Kiel, Prof. Badri-Höher Projektbericht

FAQ

Wie hoch ist die HWT-Förderung?

HWT-Projekte können mit bis zu 150.000 Euro gefördert werden. In der Regel werden bis zu 80 Prozent der Personal- und Sachausgaben gefördert. Investitionen können mit bis zu 100 Prozent gefördert werde.

Wann gibt es höhere Förderquoten?

Sind kleine Unternehmen Kooperationspartner, kann die Förderquote bis zu 90 Prozent betragen. Bis zu 95 Prozent sind möglich, wenn die Erstberufung des Antragstellers/der Antragstellerin nicht länger als fünf Jahre zurückliegt oder das Unternehmen vor nicht längerer Zeit als fünf Jahren gegründet worden ist.

Können Kosten für Lehrbefreiung angesetzt werden?

Ja, in begrenztem Umfang als Personalmittel (Kosten für Lehrbeauftragte als Ersatz).

Ist Overhead förderfähig?

Ja, für Kosten für Projektmanagement und -abwicklung können 10 Prozent der Fördersumme (nicht Projektkosten!) anerkannt werden.

Können Forscherinnen und Forscher gemeinsam ein HWT-Projekt einreichen?

Ja. Wer eine gemeinsame Fragestellung interdisziplinär bearbeiten möchte, kann auch gemeinsam einen HWT-Förderantrag einreichen. Zur Abwicklung der Förderung ist es notwendig und sinnvoll, dass ein Forscher/eine Forscherin die Projektleitung übernimmt.

Wie sieht der Beitrag des Kooperationspartners aus?

In der Regel wird ein Beitrag von 20 Prozent erwartet. Dieser kann bar oder als Eigenleistung erbracht werden, aber auch durch Überlassung von Geräten oder Betriebsmitteln. Bei kleinen oder jungen Unternehmen kann sich der Beitrag auf 10 bzw. 5 Prozent reduzieren. Als kleines Unternehmen gelten solche, die nicht mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigen und deren Bilanzsumme nicht höher als 10 Mio. Euro ist.

Muss der Kooperationspartner immer ein Unternehmen sein?

Nein. In einem HWT-Projekt kann auch mit Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie Verbänden, Institutionen oder Kommunen zusammengearbeitet werden.

Sind Abweichungen vom Projektplan möglich?

Änderungen sind grundsätzlich jederzeit möglich, sofern sie das Projektziel nicht gefährden. Sie bedürfen aber der vorherigen Zustimmung der EKSH. Änderungen können die Projektdurchführung, die Finanzierung oder die Kooperation mit dem Unternehmenspartner betreffen. Geringfügige Änderungen im Finanzplan gelten als genehmigt, wenn die Abweichung nicht größer ist als zehn Prozent der jeweiligen Kostenposition (Personal- oder Sachkosten, Investitionen) und wenn dafür in einer anderen Kostenposition eingespart wird.

Was ist beim Verwendungsnachweis zu beachten?

Der Verwendungsnachweis besteht aus einem zahlenmäßigen Nachweis und einem Sachbericht. Beide sind nach Möglichkeit gemeinsam vorzulegen. Der Sachbericht soll so wissenschaftlich wie nötig und so allgemeinverständlich wie möglich abgefasst sein. Wichtig ist eine kurze Zusammenfassung und auch ein Abschnitt, der die Kooperation mit dem Unternehmenspartner beschreibt. Soweit es (genehmigte) Abweichungen vom Projektplan gegeben hat, ist auf diese im Sachbericht einzugehen.

Was passiert mit Investitionen nach Projektende?

Investitionen gehen nach Projektende in das Eigentum der Hochschule über.